Glänzend‘ weißer Mantel

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Glänzend‘ weißer Mantel

Über meinem Heimatsland,

Ein seltener Gast

Bist du geworden,

Lässt dich kaum mehr sehen;

Leider wird nun üblich

Ein Winter

Ohne Schnee.

 

Du warst Stoff für Märchen,

Prägtest unser Bild

Vom Land zur kalten Jahreszeit.

 

Ein Traum

Von weiß,

Viele Monate

Warst du bei uns daheim.

 

Ein altes Bild

Ist am zerschmelzen,

Löst sich in gar nichts auf.

 

Deine Besuche

Sind nur noch wenige,

Und hören bald auf.

 

Glänzend‘ weißer Mantel

Über meinem Heimatsland,

Bald

Wird dich

Keiner mehr kennen,

Du wirst werden eine

Märchengestalt.

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Alleine

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Alleine

Stehst du

Da im Sturm.

Alle Verbindungen in die

Außenwelt

 

Bestehen

Nicht mehr.

Das alte Trauma

Jagt dich immer noch,

Lässt

 

Dir

Keine Ruhe.

Dir ist unklar,

Wie es weitergehen soll

Ohne

 

Halt.

Keine Wurzeln,

Die dich verankern.

Die alten hast du

Abgebrochen,

 

Neue

Hast du

Nicht entwickeln können

In dieser zu kalten

Welt.

Deine Welt

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Deine Welt

War immer klein;

Nichts sollte anders sein

Als wie in deinem

Gemeißelt‘ Bild.

 

Alles Fremde

Wurde ausgeblendet,

Und verdrängt.

 

Die Angst vor Neuem,

Unbekanntem,

Sorgte für böse Träume

 

Die Welt,

In der du dich bewegtest,

War instabil.

Das Gerüst,

Das sie zusammenhielt,

Nun ist zerbrochen.

 

Du weißt nicht,

Wie es weiter geht;

Nie hast du die Außenwelt

Nur kurz gesehen.

 

Die Vergangenheit

Wirft ihren Schatten aus;

Dunkelheit

Um dich herum,

Du kennst sie kaum,

Nun wird sie doch dein Lebensraum.

Nie werde ich vergessen

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Nie werde ich vergessen,

Wer du einmal warst,

Nie werde ich vergessen,

Wie du zu mir warst.

 

Wie du dich verhalten hast,

Hat sich eingebrannt

In mein Gedächtnis.

 

Keine Hülle

Kann dein Wesen decken;

Ich sehe dich

Ganz klar vor mir;

Es ist,

Als ob’s erst gestern

Geschehen wär‘.

 

Du hast zu oft gelogen,

Uns alle hier betrogen,

Und heute

Trittst du als Engel auf.

 

Eiskalter Engel,

Der alles berechnet,

Wer ist es,

Auf den du dies‘ Mal setzt?

Ich seh‘ in dir die Fremde

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Ich seh‘ in dir die Fremde,

Die meinem Herzen

Eine Warnung ist.

 

Nichts ist dir wert,

Was dich

Nicht selbst betrifft.

 

Dein Blick

Geht nicht

Über dich

Hinaus;

Was andere empfinden,

Blendest du aus.

 

Nicht alles,

Was verbunden ist,

Sagt aus,

Dass es

Sich nahe steht.

 

Nähe

Kann trügen,

Ursprung vieler Lügen!

Was einer nicht sehen

Will,

 

Wird

Im Schein

Sehr bald verschwinden.

Du warst mir niemals

Nahe;

 

Was ich in dir sehe,

Ist mir eine Warnung.

Weißt du noch

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Weißt

Du noch,

Was Vertrauen heißt?

Kennst du die Zeit,

In

 

Der

Man sich

Wirklich auf Gesagtes

Ganz verlassen hatte können?

Ein

 

Wort

Hat gegolten,

War keine Heuchelei.

Heute ist das Wort

Ein

 

Instrument,

Um sich

Und seine Gedanken

Hinter einer glänzenden Fassade

Zu

 

Verstecken.

Niemand mehr

Ist sich sicher,

Was er nun glauben

Kann.

Dein Abschied

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Dein Abschied

War kein Verlust

Für mich.

Vor vielen Jahren

Habe ich dich

Herausgestrichen

Aus meinem Leben.

Du warst Gift

Für mich und meine Seele.

 

Dass du gegangen bist,

Tut mir nicht weh.

 

Nur durch Zufall

Sind wir

Miteinander

Verbunden,

Doch nahe

Warst du mir nie.

 

Zwei Wesen,

Wie Feuer

Und Wasser.

Menschen,

Die einfach nicht

Zueinander passen.

 

Meine Entscheidung

Habe ich gefällt.

Mich zieht es hin

Zum Leben.

Ich will nicht

So wie du

Zu Grunde gehen.

Innerlich

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Innerlich

Längst verabschiedet

Habe ich mich

Von deiner grauen Welt.

Du

 

Willst

Die Farben

In unserem Leben

Nicht in dein Universum

Lassen.

 

Du

Willst nicht

Wahrhaben, dass Kämpfen

Um seine größten Träume

Sich

 

Einmal

Lohnen wird.

Du glaubst daran,

Dass das Böse stets

Gewinnt.

 

Du

Hast aufgegeben,

Bevor der Kampf

Überhaupt erst einmal begonnen

Hat.

Kein eigener Wille

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Kein

Eigener Wille;

Alles, was du

In deinem Leben machst,

Ist

 

Nur,

Was sie

Von dir erwarten.

Du ergibst dich fremden

Wünschen,

 

Vergisst

dich selbst.

Ein eintöniges Leben,

Das dich krank macht.

Deine

 

Lebenskraft

Wird unterdrückt.

Nie versuchst du,

Etwas Widerstand zu leisten.

Eine

 

Gewisse

Zeit lang

Wird es funktionieren.

Doch irgendwann erkennst du,

Dass

 

Du

Dein Leben

Für nichts verschenkst

Und wünschst das Geschehene

Ungeschehen.

Der süße Klang der Stille

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Der süße Klang

Der Stille

In dieser Wintersnacht

Lädt mich zum Träumen ein.

 

Das Land ist einsam,

Komplett verlassen

Und zieht mich in den Bann.

 

Dunkelheit

Umhüllt das Land,

Kleidet das Leben ein.

 

Fern ist der Tag

Mit seinen Fragen

An uns’re wunde Welt.

 

Der süße Klang

Der Stille

Entführt mich

In eine fremde Welt.

 

Eine Welt,

Wie sie

Bei uns nicht existiert,

Wo Hoffnung lebt,

Und jeder Schmerz vergeht.